Verwaltungsinformatik beim Zoll studieren

Verwaltungsinformatik beim ZollDer deutsche Zoll bildet nicht Zollbeamte beziehungsweise klassische Zöllner aus, sondern bietet auch Ausbildungsmöglichkeiten für Verwaltungsinformatiker. Die Ausbildung erfolgt in Form eines dualen Studiums und findet an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung statt. Im Grundstudium lernen die angehenden Verwaltungsinformatiker am Standort Brühl, das Hauptstudium findet in Münster statt.

 

Voraussetzung für das duale Studium

Auch wenn die Voraussetzungen für ein Studium der Verwaltungsinformatik beim Zoll weniger hoch sind als bei der Ausbildung zum Zollbeamten, muss man doch ein paar Hürden nehmen. Wer sich bewirbt, muss mindestens über eine Fachhochschulreife oder das Abitur verfügen. Darüber hinaus setzt der Zoll eine deutsche oder eine EU-Staatsbürgerschaft, gute Noten in Mathematik, Deutsch, Englisch und Informatik sowie einen perfekten Leumund ohne Vorstrafen voraus. Körperliche Fitness ist ebenfalls Bestandteil der Anforderung an Bewerber, im Gegensatz zu den Zollbeamten wird bei der Verwaltungsinformatik aber kein Sportabzeichen gefordert.

Allerdings müssen auch die angehenden Verwaltungsinformatiker ein Auswahlverfahren bestehen. Dieses beginnt mit einem theoretischen Testteil, bei dem das mathematisch-analytische Denkvermögen, die Rechtschreibung und Grammatik, Grundlagen der IT-Kenntnisse, Allgemeinwissen und die Englischkenntnisse überprüft werden. Wer den Test besteht, wird zum mündlichen Teil des Auswahlverfahrens eingeladen. Dieses setzt sich aus einer Gruppendiskussion, einem Rollenspiel, einer Präsentation und einem Interview zusammen.

 

Dreijähriges Studium

Das Studium der Verwaltungsinformatik ist als duales Studium aufgebaut und dauert drei Jahre. Den Anfang macht ein sechsmonatiges Grundstudium. Hier kommen Fächer wie Grundlagen der Rechnertechnik, Mathematik und Logik, Software Engineering und Projektmanagement, Wirtschaftswissenschaften, Allgemeines Verwaltungsrecht, Verfassungsrecht, Europarecht und Zivilrecht sowie Recht des öffentlichen Dienstes auf die Studenten zu. Zum Abschluss wartet eine Zwischenprüfung mit vier Klausuren.

Nach dem erfolgreichen Grundstudium geht es mit dem Hauptstudium und Praktika weiter. Insgesamt teilen sich die verbleibenden zweieinhalb Jahre in jeweils drei Hauptstudiumsphasen und drei Praktikumsphasen auf. Die Praktika dauern zusammengerechnet ein Jahr und sollen die Studenten auf die späteren Aufgaben der Verwaltung vorbereiten. Im Hauptstudium werden Themen wie IT-Sicherheit, Modellierung von Systemen und Prozessen, Grundlagen des E-Governments, Informations- und Wissensmanagement oder Servicemanagement gelehrt. Zum Abschluss schreiben die Studenten eine Diplomarbeit.

 

Selbsttest zur Eignung

Ein Studium der Verwaltungsinformatik kombiniert viele Inhalte, weshalb es im Vorfeld nicht immer abschätzbar ist, wie gut sich der Studiengang für einen selbst eignet. Helfen kann hier ein Selbsttest, mit dem man ganz einfach, die Studienanforderungen mit den eigenen Fähigkeiten und Interessen vergleichen kann. Die anschließende Entscheidung lässt sich dann oft viel einfacher treffen.

Sei auch du optimal auf den Aufnahmetest beim Zoll vorbereitet. Schau dir die folgende Seite dazu an:

Vorbereitung auf den Aufnahmetest beim Zoll


 

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  • Verwaltungsinformatik: Pixabay (Informatik)
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